5 Jahre Gemeinschaftsschule – 5 Jahre mehr Bildungsgerechtigkeit in Baden-Württemberg

.

Die Grüne Landtagsfraktion feierte am 13. Januar gemeinsam mit vielen Gästen das 5-jährige Bestehen der Gemeinschaftsschulen im Land. Auch Kultusministerin Eisenmann folgte der Einladung und bestätigte in ihrem Grußwort das bestehende pädagogische Konzept mit dem die Gemeinschaftsschulen im Land tagtäglich erfolgreich arbeiten. Die Erkenntnis aus der anschließenden Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen aus Schülerschaft und Lehrerschaft an Gemeinschaftsschulen und unserem Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann war, dass gute Schule auch Spaß macht. Das hört sich vielleicht erstmal trivial an. Ist es in meinen Augen aber ganz und gar nicht. Vielmehr bin ich der Überzeugung, dass wir bei den aktuellen Debatten um Leistung diesen Aspekt von Schule und Lernen auf keinen Fall vergessen dürfen. Unsere Schulen sollen Orte des Lernens und des Lebens sein und damit allen Kindern und Jugendlichen im Land zu einer fairen Chance verhelfen, am Leben in unserer Gesellschaft erfolgreich teilzuhaben.

Besonders beeindruckt haben mich die Informationsstände mit denen sich die verschiedenen Gemeinschaftsschulen im Rahmen der Feier präsentierten. So stellte die Ernst-Reuter-Schule aus Karlsruhe ihr Projekt L.E.B.E.N. vor. In diesem zweistündig unterrichteten Pflichtfach geht es darum, die Sozialkompetenz der Schüler*innen zu fördern. Sie sollen Selbstbewusstsein entwickeln, Verantwortung übernehmen und lernen sich selbst einzuschätzen. Ganz praktisch lernen die Schüler*innen im Rahmen verschiedener Projekte, wie z.B. der Organisation einer Schul-Vollversammlung oder durch die Übernahme von ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Sehr spannend waren zudem die Präsentationen verschiedener Lernentwicklungsberichte. Schüler*innen und Lehrer*innen standen bereit, um über ihre Erfahrungen mit dieser Form der differenzierten Leistungsrückmeldung zu berichten. Für mich wurde dabei nochmals ganz klar deutlich, welch großen pädagogischen Nutzen detaillierte Leistungsrückmeldungen für Lehrende und Lernende haben: Schüler*innen schätzen insbesondere die Möglichkeit zur Selbsteinschätzung und nehmen dies als sehr wichtig war. Die Pädagog*innen erläuterten, dass es bei dieser Form der Rückmeldung über die rein fachlichen Kompetenzen hinaus auch um Persönlichkeitsentwicklung und individuellen Weiterentwicklungsmöglichkeiten der Schüler*innen geht.

Einmal mehr machte dieser Tag deutlich, dass die Gemeinschaftsschule als Vorreiterin bei den Themen Digitalisierung, Inklusion und differenziertem Unterrichten eine nicht mehr wegzudenkende Größe im baden-württembergischen Bildungssystem ist.

 

 

Verwandte Artikel