Eine wachsende Stadt braucht bezahlbaren Wohnraum

Landesmittel für Wohnraumförderung werden in Mannheim gebraucht

250 Millionen werden im Jahr 2017 für die Wohnraumförderung in Baden-Württemberg zur Verfügung stehen. Das Land hat seinen Anteil an den Fördermitteln um 12 Millionen auf 53 Millionen erhöht. Nun stellt sich natürlich die Frage wie diese Mittel eingesetzt werden, so dass sie den Bürgerinnen und Bürgern bestmöglich nutzen. „Mehr als 180 Millionen sind für den sozialen Mietwohnungsbau vorgesehen“, erläutert die Mannheimer Landtagsabgeordnete Elke Zimmer (Grüne) und fährt fort: „Das neue Landeswohnraumförderprogramm stärkt damit den sozialen Wohnungsbau, ohne dass unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden.“

Bezahlbarer Wohnraum für alle, das ist ein Thema, das vor allem in den Großstädten im Land von großer Bedeutung ist. Auch in Mannheim. „Die Bevölkerungsprognosen gehen für Mannheim von einem weiteren Wachstum aus. Das freut uns, denn es zeigt, dass unsere Stadt attraktiv ist und auch junge Menschen nach Studium und Ausbildung bindet“ meint Elke Zimmer.  Eine jüngst von der Stadt Mannheim veröffentlichte Befragung unter Studierenden bestätigt dies. Nach städtischen Prognosen wird der Bedarf an preisgünstigem Wohnraum bis zum Jahr 2036 um ca. 3600 zusätzliche Wohnungen steigen. Zimmer, die als Stadträtin auch Mitglied im Aufsichtsrat der Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft GBG ist, sieht nun die Bauwirtschaft am Zug. Diese müsse nun mit der finanziellen Unterstützung des Landes zügig Wohnraum schaffen.  Die Konversionsflächen bieten aus Sicht der Politikerin den nötigen Spielraum dafür. Zimmer sieht aber  weiterhin die Verantwortung der Politik sowohl im Land als auch lokal: „Wir Grünen bleiben an diesem Thema dran. Auf Landesebene wollen wir erreichen, dass noch in diesem Jahr das Landeswohnraumfördergesetz überarbeitet wird.“ So seien etwa mit Blick auf die besonderen Bedürfnisse Alleinerziehender, Menschen mit Behinderung, Familien und Senioren  Änderungen am Gesetz notwendig. Die Vorgaben für Wohnungen müssen an die Lebenswirklichkeit dieser gesellschaftlichen Gruppen angepasst werden, das betrifft unter anderem die Wohnungsgröße und die Anzahl der Räume.

Auch auf lokaler Ebene setzen die Grünen sich engagiert für mehr bezahlbaren Wohnraum und ein planvolles Vorgehen in der Wohnungspolitik ein. Elke Zimmer dazu abschließend: „Wir Grünen setzen uns nicht nur  für Quantität, sondern auch für Qualität im sozialen Mietwohnungsbau ein. Eine gute und gerechte Wohnungspolitik ist ein großer Beitrag zum sozialen Frieden.“

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