Landesmittel für nichtinvestiven Städtebau  

Pressemitteilung vom 28. Juli 2017

Zwei Mannheimer Projekte werden gefördert

Insgesamt kann sich Mannheim über 100.000 Euro Fördermittel vom Land freuen. Die Mittel ermöglichen in bestehenden Sanierungsgebieten der „Sozialen Stadt“, der „Aktiven Stadt- und Ortsteilzentren“  und des Landessanierungsprogramms begleitende nichtinvestive Maßnahmen zur Quartiersentwicklung.

„Ein wichtiges Anliegen grüner Politik ist es, dass  alle Generationen am Leben im Quartier aktiv teilnehmen können. Mit den Fördermitteln geben wir den Kommunen die Möglichkeit,  Bewohner*innen  bei der Gestaltung der Wohnquartiere unmittelbar einzubinden und Quartiersmanagement nachhaltig zu verankern“, so die Mannheimer Landtagsabgeordnete Elke Zimmer (Grüne). Ob ehrenamtliches Engagement, Freizeitgestaltung, Integration von Migrantinnen und Migranten, Inklusion von Menschen mit Behinderung oder Teilhabe von älteren Menschen – in Wohnquartieren werden viele wichtige Fragen des Zusammenlebens entschieden. Hierfür seien die Mannheimer Projekte im Stadtteil Jungbusch und der Untermühlaustraße sehr gute Beispiele.

Im Jungbusch wird das Projekt  „Straßenpädagogische Prävention – Street Cred“  mit 80.820 Euro und das Urban Gardening Projekt in der Untermühlaustraße mit 10.800 Euro gefördert.

Dazu Elke Zimmer: „Der Jungbusch ist ein Quartier, das sich in den vergangenen Jahren stark verändert hat. Vom einstigen Hafen- und Arbeiterviertel wurde es immer mehr zum Szeneviertel, das junge Leute, Künstler und Kreativwirtschaft anzog. Diese Entwicklung ist sicherlich eine Aufwertung des Viertels. Umso wichtiger ist aber genau hier eine Quartiersarbeit, die das aktive Miteinander vor Ort stärkt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert, damit die ursprüngliche Bewohnerschaft nicht verdrängt wird, sondern aktiv teilhaben kann.“ Auch beim Urban-Gardening-Projekt Untermühlaustraße steht das Miteinander im Vordergrund. Mit ihm soll der Isolation älterer Bewohner*innen entgegengewirkt und Kindern im  Quartier eine Möglichkeit gegeben werden Umwelt und Natur zu erleben und aktiv mit zu gestalten.

Das Programm sei ein wichtiger Baustein, um die Erfolge der städtebaulichen Erneuerung vor Ort zu verstetigen. „Gerade in einer Stadt wie Mannheim, in der die einzelnen Stadtteile einen ganz eigenen Charakter haben, wollen wir diese erhalten und die Bewohner*innen in deren weitere Entwicklung einbeziehen. Über dieses aktive Miteinander im Quartier, den Dialog und gemeinsame Projekte stärken wir die sozialen Strukturen im Quartier und den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betont Elke Zimmer und verweist dabei auch auf die guten Erfolge der bereits laufenden Projekte im Quartiersmanagement in einigen Stadtteilen.

Hintergrund zum Förderprogramm

  • Als Bewilligungsvolumen für die nichtinvestive Städtebauförderung haben im Jahr 2017 insgesamt 900.000 Euro zur Verfügung gestanden. Der Förderhöchstbetrag für ein städtebauliches Erneuerungsgebiet beträgt 100.000 Euro. Der Förderzeitraum beträgt bis zu fünf Jahre. Insgesamt wurden 14 Anträge von 12 Städten und Gemeinden berücksichtigt.
  • Die Förderung kann einzeln oder auch kombiniert im Rahmen eines Verfügungsfonds, für den Einsatz eines Quartiersmanagers oder für sonstige geeignete nichtinvestive Projekte erfolgen.
  • Zuwendungsempfänger sind die Gemeinden, sie können die Mittel zusammen mit ihrem Eigenanteil an Dritte weiterbewilligen.

Verwandte Artikel

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren