Linie 63: Diakonissenkrankenhaus bis Bahnhof

Mit meinem Kollegen Thomas Hentschel, der im Arbeitskreis Verkehr der Landtagsfraktion für E-Mobilität und Automatisierung zuständig ist, besuchte ich das Bombardier Tochterunternehmen Primove in Mannheim.

Elektromobilität wird derzeit noch meist im Zusammenhang mit alternativen Antrieben für PKW verwendet. Dabei findet sie bereits ihren Einsatz auch im schienengebundenen Verkehr – allerdings meist bei Schienen mit Oberleitungsanschluss. Das liegt momentan an der fehlenden Ladekapazität der Fahrzeuge. Batterieelektrische Antriebe, wie sie in PKWs bereits funktionieren, sind für Schienenfahrzeuge derzeit noch ungeeignet. Primove hat mit Förderung der Bundesregierung und in Zusammenarbeit mit der Rhein-Neckar Verkehr GmbH mit zwei Bussen ein Pilotprojekt gestartet, dass seit 2015 erfolgreich läuft. Zwei Busse der Linie 63 im Mannheimer Stadtverkehr werden batterieelektrisch betrieben und an den jeweiligen Wendepunkten sowie an zwei zusätzlich ausgebauten Haltestellen durch Induktionsspannung aufgeladen. Nach einer Einführung zu den Technologiestandarts von induktiven Schnellladesystemen, unternahmen wir schließlich selbst eine Fahrt von der Schwetzinger Vorstadt in Richtung Bahnhof mit dem E-Bus.

Diese Induktionstechnik könnte nicht nur im Schienenpersonennahverkehr eine gute Lösung sein, sondern auch im Güterverkehr für die Streckenabschnitte, die nicht vollständig mit Oberleitungen versehen sind, einen alternativen Antrieb darstellen.

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