Luftreinhaltungsmaßnahmen sollen Gesundheit schützen und Mobilität erhalten

Mannheim, den 24. November 2017

 

 Luftreinhaltungsmaßnahmen sollen Gesundheit schützen und Mobilität erhalten

 Elke Zimmer, MdL: „Kreativität ist gefragt!“

Drohende Klagen und Fahrverbote auf Grund dauerhaft überschrittener Schadstoffgrenzwerte sind die Schreckensmeldungen dieser Tage. Auch in Mannheim liegen die Stickoxid (NOX )-Werte über den gesetzlich festgelegten Grenzwerten. Die Mannheimer Landtagsabgeordnete Elke Zimmer kennt die Belastungen vor Ort: „Die Bürger*innen gerade in den Innenstadtbezirken leiden permanent unter den Auswirkungen des Kraftfahrzeugverkehrs. Hohe Schadstoffwerte, vor allem im Sommer und bei Inversionswetterlagen, lange Staus und Lärm prägen den Alltag.“

Die GRÜNE Gemeinderatsfraktion hat im August diesen Jahres nach dem Dieselgipfel erneut die Mannheimer Stadtverwaltung aufgefordert, sich aktiv für die Luftreinhaltung und eine Reduktion des motorisierten Individualverkehrs einzusetzen. Auch im kommenden Haushalt wollen die Mannheimer Grünen einen Schwerpunkt auf neue Mobilitätskonzepte legen. „Nun kommt Unterstützung vom Land“, teilt Elke Zimmer mit, die Mitglied im baden-württembergischen Verkehrsausschuss ist. Das Land will Städte und Gemeinden aktiv unterstützen und hat einen Aktionsplan zur Luftreinhaltung für Baden-Württemberg erarbeitet.

Für Maßnahmen, die vom Bund voraussichtlich nicht gefördert werden, sollen im nächsten Doppelhaushalt des Landes deshalb 20 Millionen Euro für den Aktionsplan Luftreinhaltung 2018 und 2019 angemeldet werden. Das betrifft Maßnahmen wie den Ausbau von Expressbuslinien, Rabatte für Vielfahrer-Tickets, ein Sofortprogramm zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs und Elektrifizierungsmaßnahmen für Taxis, Pflegedienst-Fahrzeuge und öffentliche Busse.

„Hier wünsche ich mir die Umsetzung von kreativen und innovativen Ansätze, denn die Gesundheit der Bürger*innen muss vor dem Erhalt des Diesel-PKWs stehen“, fordert Zimmer

Genau darum unterstütze das Land die Kommunen und Landkreise bei der Schaffung attraktiver Mobilitätsalternativen, wie beispielsweise bei Ausbau und Förderung des Öffentlichen Personennahverkehrs und des Rad- und Fußverkehr sowie der E-Citylogistik.

Bereits in diesem Jahr wurde ein weiterer Schritt zur Modernisierung  des ÖPNV in Mannheim gemacht: Die DB Regio erhielt vom Land den Zuschlag, ab 2020 den regionalen Bahnverkehr im Netz 6b zu betreiben. Kommende Woche findet in Mannheim die Vertragsunterzeichnung der DB Regio mit dem Verkehrsministerium zur Inbetriebnahme von zusätzlichen, modernen Triebfahrzeugen statt. Für die Fahrgäste in Mannheim bedeutet dies zukünftig ein attraktiveres Angebot. „Das ist ein Baustein für die Zukunft und weitere müssen folgen“, kündigt Zimmer an und fährt fort: „Ich denke da zum Beispiel an den Ausbau der Citylogistik mit E-Lastenrädern und vieles mehr. Für den Schutz der Gesundheit und den Erhalt der Lebensqualität in unseren Städten müssen wir Verkehr endlich neu und modern denken und keine Schreckgespenster jagen.“

Zusatzinformationen:

Zusätzlich zu den 20 Millionen Euro für den Aktionsplan werden weitere 20 Millionen Euro in den Strategiedialog mit der Automobilwirtschaft fließen. Für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg ist es entscheidend, dass Politik und Wirtschaft zusammen geeignete Instrumente erarbeiten, um Mobilitätsangebote und Produkte der Zukunft zuverlässig und bezahlbar zu gestalten.

 

 

 

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