Positive Signale aus Bund und Land sind wichtig  

Gesetzbeschluss des Bundesrates für CarSharing auch in Mannheim positiv aufgenommen

 „Die Kommunen brauchen positive Signale aus Bund und Land, dass die Unterstützung von CarSharing erwünscht ist“, ist sich Miriam Caroli von stadtmobil Rhein-Neckar sicher. So ordnet sie auch das CarSharing-Gesetz ein, das am 12. Mai den Bundesrat passierte und ab September in Kraft treten wird. Die Mannheimer Landtagsabgeordnete Elke Zimmer (Grüne), zuständig für das Thema CarSharing in der Landtagsfraktion, traf sich zum Austausch in den Räumen von stadtmobil Rhein-Neckar in Mannheim. Zwar haben die Kommunen schon heute über eine Änderung der Sondernutzungssatzung die Möglichkeit Parkmöglichkeiten für CarSharing-Fahrzeuge an kommunalen Straßen zu schaffen, genutzt wurde diese Möglichkeit allerdings wenig. „Mannheim könnte hier als Best-Practice-Beispiel gelten“, meint Elke Zimmer nachdem ihr bestätigt wurde, dass die Stadt hier schon seit 10 Jahren vieles möglich mache und sich klar zu CarSharing bekenne.

Zimmer setzt sich auf Landesebene für die Anpassung des Landesgesetzes an das des Bundesrates ein: „Wer sein Auto teilt, kann es ab September leichter auf Bundesstraßen parken. Dieses Prinzip sollte nicht nur für Bundesstraßen, sondern zukünftig auch für Landesstraßen gelten.“ Damit würde die Attraktivität von CarSharing weiter gesteigert werden und sich mehr Menschen für diese Mobilitätsdienstleistung interessieren, so die Abgeordnete der GRÜNEN.

Ihre Forderung begründet Zimmer in einem Antrag damit, dass CarSharing-Fahrzeuge bis zu zwanzig private Personenkraftwagen ersetzen. Das bedeutet, dass pro CarSharing-Fahrzeug in einem Straßenabschnitt bis zu hundert Meter öffentlicher Parkraum frei werde, der den Kommunen zur Verfügung steht, um städtische Flächen und Wohnquartiere für Fußgänger und Radfahrer deutlich attraktiver zu gestalten und die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

CarSharing-Nutzerinnen und –Nutzer fahren seltener Auto, dafür häufiger mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Damit leistet CarSharing einen spürbaren Beitrag zu einer Verbesserung der Luftqualität und zum Klimaschutz.

 

Weitere Informationen: 

  • Im Raum Rhein-Neckar nutzen allein bei stadtmobil über 8000 Kunden mehr als 500 Fahrzeuge
  • Bereits 2009 und erneut 2013 hat sich der Bundesrat für verbesserte Bedingungen für das Angebot von Carsharing in Städten und Gemeinden eingesetzt. Ziel der Bundesratsinitiative war hierbei auch immer umweltfreundlicheres Autofahren zu unterstützen und die Luftschadstoffe sowie Klimagasemissionen zu senken.
  • Nach der Gesetzesvorlage, die der Bundesrat am 12. Mai 2017 beschlossen hat und die ab 1. September 2017 in Kraft tritt, wird es für Kommunen künftig noch einfacher für CarSharing-Fahrzeuge separate Parkflächen ausweisen, die zudem gebührenfrei sind. Erleichtert wird dabei auch, CarSharing-Flotten mit Elektrofahrzeugen und Hybridantrieben bevorzugen. Zudem ermöglicht das Gesetz CarSharing-Anbietern, ihren Standort in den öffentlichen Verkehrsraum zu verlegen. Ihre Fahrzeuge können somit auch in den Ortsdurchfahrten der Bundesstraßen abgestellt zurückgegeben werden.

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