Impfstrategie weiter ausgebaut: Stufenweise Öffnungen endlich möglich

Noch vor wenigen Wochen hätten wir uns nicht zu träumen gewagt, wie sich die aktuellen Inzidenzen entwickeln. Endlich kehrt wieder etwas mehr Normalität ein. In manchen Städten haben Restaurants und der Einzelhandel wieder geöffnet und auch in Mannheim stehen die nächsten Schritte bevor. Grundlegend für diese Entwicklung ist der immer weiter wachsende Anteil an Menschen, die bereits ein- oder sogar zweimal geimpft wurden. Um hier endlich noch schneller voran zu kommen, begleitet das Sozialministerium zahlreiche Modellprojekte im Land, von denen zwei auch hier in Mannheim umgesetzt werden. Es geht grundsätzlich darum noch mehr Menschen schneller ein Impfangebot zu machen und dabei gezielt auch jene zu erreichen, denen der Zugang über die bestehenden Strukturen aus unterschiedlichen Gründen schwerfällt.

In diesem Zusammenhang durfte ich gemeinsam mit meiner Fraktionskollegin Dr. Susanne Aschhoff am Besuch unseres Sozialministers Manne Lucha der MVV Energie AG teilnehmen. Hier können sich die Mitarbeitenden im Betrieb impfen lassen. Genau wie Minister Lucha sehe ich auch hier den Schulterschluss mit der Wirtschaft und den Unternehmen als absolut zielführend. Mit den nun angelaufenen Modellprojekten können offene Fragen zum Impfen in Betrieben geklärt werden. Um flächendeckend in Unternehmen impfen zu können, braucht es vom Bund eine entsprechende Regelung in der Corona-Impfordnung, damit Betriebsärztinnen den Impfstoff ohne Umwege über die regionalen Impfzentren direkt über den Pharmagroßhandel bestellen können.

Ein mindestens genau so wichtiges Modellprojekt ist das Impfen mit mobilen Impfteams in Stadtteilen mit hohen Inzidenzen und gleichzeitig niedriger Impfquote. Nachdem ein entsprechendes Pilotprojekt auf der Mannheimer Hochstätt erfolgreich umgesetzt wurde, konnte als nächstes den Menschen in der Neckarstadt-West ein Impfangebot gemacht werden. Auch hier konnten wir uns gemeinsam mit dem Minister vor Ort ein Bild von der großartigen Arbeit der Impfteams und der lokalen Koordinatorinnen machen.

Die Pandemie endlich dauerhaft einzudämmen, ist ein Kraftakt, den wir nur gemeinsam bewältigen können. Ich kann sehr gut verstehen, dass angesichts der dauerhaften Einschränkungen vielen langsam die Luft ausgeht. Dabei denke ich vor allem an die vielen jungen Menschen und an die Familien, aber auch an jene Menschen deren wirtschaftliche Existenz durch Schließungen oder Veranstaltungsabsagen massiv gefährdet ist. Ich bin darum froh, dass wir nun endlich in die stufenweise Öffnung in vielen Bereichen eintreten und hoffe, dass es uns weiterhin gelingen wird mit Bedacht vorzugehen und die heutigen Erfolge nicht zu gefährden. Sehr wichtig ist mir, dass wir bei weiteren Öffnungen und Impfungen die Gruppe der Kinder und Jugendlichen besonders in den Fokus rücken. Bereits seit über einem Jahr haben viele von ihnen kaum noch eine Schule von innen gesehen, mussten auf Freizeitaktivitäten und das Zusammensein mit Freund*innen verzichten. All das ist so wichtig für ein gesundes Aufwachsen und Erwachsen werden. Wenn wir also jetzt Hotels und Einzelhandel wieder öffnen, bedeutet das, dass auch Schulen geöffnet werden müssen. Die Süddeutsche Zeitung titelte dazu: „Die Rechte der Kinder sind wichtiger als die Vergnügen der Erwachsenen“. Das kann ich nur unterstreichen und bin froh, dass unsere GRÜNE Gemeinderatsfraktion eine Impfstrategie für Kinder und Jugendliche in Mannheim gefordert hat, damit wir mit den Impfungen starten können, sobald diese freigegeben werden.

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