Redebeitrag zur Kundgebung am 24. Februar 2022

Liebe Mannheimer*innen, liebe Freund*innen,

Dies ist ein furchtbarer Tag für die Ukraine und ein dunkler Tag für Europa.»  Diese Worte hat heute unser Bundeskanzler Olaf Scholz gewählt.

Und diese Worte drücken genau die Betroffenheit und Erschütterung aus, die wir alle spüren.

Weil mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine etwas begonnen hat, was die meisten von uns, die wir hier stehen, bislang nur aus dem Geschichtsunterricht und Berichten von Großeltern und Eltern  kannten:  AngriffsKrieg in Europa!

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es keinen Angriffskrieg mehr auf europäischem Boden.

Für Frieden, für die Freiheit und für die Demokratie setzen sich so viele Menschen tagtäglich ein. 

Denn dieser Frieden ist von solch unschätzbarem Wert und es ist schier unerträglich wie dieses hohe Gut beschädigt wird. Wie Völkerrecht gebrochen, die elementarsten Regeln der internationalen Gemeinschaft und Diplomatie mit Füßen getreten werden.

Und es macht uns fassungslos dabei zusehen zu müssen, wie Menschen ohne Anlass und absolut ohne eine vorausgehende Provokation angegriffen werden. Wir alle verurteilen Putins Aggressionen aufs schärfste. Und wir alle zeigen uns solidarisch mit den Menschen in der Ukraine, die jetzt um alles fürchten müsse.

Und unsere Solidarität darf keine Grenzen haben. Sie darf sich nicht in Kundgebungen erschöpfen. Sie bedeutet in der Konsequenz , dass wir Menschen, die durch diesen Krieg zu Geflüchteten werden hier bei uns in unserer Stadt aufnehmen.

Meine Gedanken gelten insbesondere den Schwächsten der Gesellschaft, den Kindern. Den dieser Krieg wird unvollstellbar großes menschliches Leid mit sich bringen – und dafür ist allein Russland verantwortlich.

Ich bin darum froh, dass unsere Reihen geschlossen sind. Das Vertreter*innen aller demokratischen Parteien heute hier stehen und damit zeigen: wir sind einig in unserer Solidarität.

Danke euch und Ihnen allen, dass wir gemeinsam heute dieses Zeichen setzen. Und ich spreche hier natürlich auch für meine Abgeordnetenkollegen, die heute leider nicht hier sein können. Unsere Bundestagsabgeordnete Melis Sekmen, die aktuell in Berlin ist und bittet mich  auch ihre Betroffenheit und Solidarität zum Ausdruck zu bringen.

Ich wünsche allen, die in den letzten Tagen und Wochen so sehr um Frieden bemüht waren, dass sie weiterhin nicht aufgeben werden und diesen Krieg rasch beenden können. Nie wieder Krieg. Das war unser Traum und das muss unser Traum bleiben, auch wenn er heute eine so schwere Zäsur erfahren hat.

Elke Zimmer

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