...und nimmt ganz klar Einfluss auf unsere Konsumentscheidungen, gerade bei jungen Menschen. Es ist darum gut nachvollziehbar, warum Ärztinnen und Ärzte, genauso wie die Fachgesellschaften schon lange Werbeverbote für Alkohol, für Nikotin- und Tabakprodukte und für Glücksspiele fordern. Doch der Einfluss der Lobbyverbände ist groß, denn gerade mit Produkten, die nachgewiesenermaßen in Abhängigkeiten führen, lässt sich viel Geld verdienen. Den individuellen gesundheitlichen und sozialen, genauso wie den volkswirtschaftlichen Schaden, der durch Suchterkrankungen entsteht, tragen sie hingegen nicht”, führt die Mannheimer Landtagsabgeordnete Elke Zimmer aus und geht damit auf einen Antrag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion ein. Die Antragskommission der CDU hat diesen Antrag zum Beschluss empfohlen. Elke Zimmer: „Dieser Antrag liest sich erstmal harmlos. Es geht darum, keine neuen Werbeverbote zu erlassen und den mündigen Bürger seine Entscheidungen selbst treffen zu lassen. Und es wird angeführt kleine und mittlere Unternehmen unterstützen zu wollen. Doch es genügt ein Blick in die Sponsorenliste des Parteitags, der auch von der Tabakindustrie und der Automatenindiustrie unterstützt wird.”
"Schutz von Kindern und Jugendlichen muss vor Profit gehen."
Der Antrag kommt von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, also aus der gleichen Feder, wie schon der Antrag zur sogenannten „Lifestyle-Teilzeit“. Dazu die Grüne Landespolitikerin: „Während Kanzler Merz durch die Lande reist und beklagt, dass die arbeitende Bevölkerung zu oft krank ist, liegt ein Antrag seiner CDU auf dem Tisch, dass es keine neuen Werbeverbote geben dürfe, was ganz klar genau der Alkohol, Nikotin- und Tabakindustrie in die Karten spielt, deren Produkte für viele ernsthafte und teilweise tödlichen Erkrankungen verantwortlich sind. Für mich steht fest: wir brauchen auch in der Marktwirtschaft Verantwortung und Haltung. Damit nehmen wir keinem Erwachsenen sein Bier weg, aber wir schützen die Gesundheit unserer Kinder.”