Rund 361.000 Euro ESF-Plus-Förderung für zwei Projekte in Mannheim
„EU und Land ziehen an einem Strang, um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die von Armut betroffen sind, gezielt zu unterstützen. In Mannheim profitieren gleich zwei Projekte von der neuen Förderlinie „Starke Kinder – Maßnahmen gegen Jugendarmut 2025“ des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus). Sie erhalten zusammen rund 361.000 Euro. Diese Förderung ist eine Investition in die Zukunft junger Menschen in Mannheim – und damit in den sozialen Zusammenhalt unserer Stadt“, erklären die beiden Mannheimer Landtagsabgeordneten Dr. Susanne Aschhoff und Elke Zimmer (beide GRÜNE).
„Kinder- und Jugendarmut ist leider auch in einem wirtschaftsstarken Bundesland wie Baden-Württemberg bittere Realität. Deshalb ist es entscheidend, junge Menschen frühzeitig zu stärken und ihnen echte Perspektiven für Ausbildung und Beruf zu eröffnen“, betont Elke Zimmer MdL (Mannheim Süd) und fährt fort: „Die geförderten Projekte in Mannheim setzen genau dort an, wo Unterstützung am dringendsten gebraucht wird: beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Arbeit.“ Konkret werden in Mannheim gefördert:
• das Projekt „Ich kann’s III“ von Förderband e. V. mit 217.000 Euro,
• sowie „Chancen im Blick“ der ikubiz gGmbH – Interkulturelles Bildungszentrum mit 144.000 Euro.
Die Projekte sind Teil eines landesweiten Programms, mit dem das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration insgesamt neun Vorhaben mit knapp fünf Millionen Euro unterstützt. Finanziert wird die Förderlinie aus Mitteln des ESF Plus und des Landes Baden-Württemberg. Die Laufzeit beginnt am 1. Januar 2026 und endet am 31. Dezember 2028.
Dr. Susanne Aschhoff MdL (Mannheim Nord) erklärt: „Nahezu jedes fünfte Kind in Baden-Württemberg ist von Armut bedroht. Das wirkt sich auf Bildungschancen, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe aus. Mit den Mannheimer Projekten werden Jugendliche individuell begleitet und in ihren Fähigkeiten gestärkt – ein wichtiger Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit.“
Die Maßnahmen bauen auf den Präventionsnetzwerken gegen Kinderarmut auf und verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz. Neben Jugendlichen können auch Familienmitglieder einbezogen werden, etwa in Alleinerziehenden- oder Bürgergeld-Haushalten.