Bahnknoten Mannheim, stark diskutiert

 

Das Schienennetz zwischen Mannheim und Karlsruhe ist Teil der Verbindung der Hochseehäfen Rotterdam und Genua. Dadurch ist die Strecke im Logistik- als auch im Personenbeförderungsbereich stark frequentiert. Die Prognosen der Bahn zeigen, dass ab dem Jahr 2030 mit deutlich steigenden Zugzahlen zu rechnen ist. Das würde zum einen eine stark zunehmende Lärmbelastung bedeuten und zum anderen könnten 30 Güterzüge täglich aus Mannheim nicht mehr abfahren und dann würden 1.600 zusätzliche LKW die Güter übernehmen müssen. Für den Straßenverkehr und betreffend der Emissionswerte ist diese Aussicht in der Region unvorstellbar.

Es ist uns Mannheimer Bürger*innen ein großes Anliegen, dass die Stadt Mannheim weiterhin ein für den ICE- und Güterverkehr attraktives, dezentrales Drehkreuz in Deutschland mit Verbindungen in die Schweiz und schneller Anbindung auch an Frankreich bleiben muss.

Die Bahn plant eine Neubaustrecke, muss hierbei aber Bedarfen bei Lärmschutz oder auch bei dem Thema Trassenführung gerecht werden. Bisher liegen verschiedene Trassenvarianten vor und es ist noch unklar, wo die Strecke nun entlanggehen soll. Seit 2016 gibt es ein Beteiligungsforum zur Neubaustrecke Rhein/Main – Rhein/Neckar der Bahn für Bürger*innen und Initiativen aus der  Region, um Ideen der Streckenführung, Bedürfnisse und Befürchtungen zu diskutieren. Auch als Mannheimer Abgeordnete des Landtages von Baden-Württemberg nehme regelmäßig an diesen Treffen teil.

Nun wird es zusätzlich eine Optimierungsstudie zum Knoten Mannheim geben, deren Ergebnisse abgewartet werden müssen.

Die Region fordert, dass die Planungen der Bahn die 2. Ausbaustufe der S-Bahn ermöglichen, dass Lärmschutz sowohl an den Bestands- als auch an der Neubaustrecke gewährleistet sein muss und die Prognosen zur Steigerung der Zugzahlen bis zum Jahr 2030 mit der vorliegenden Planung bewältigt werden können.

Die Stadtverwaltung Mannheim hatte deshalb am 21. September Vertreter*innen der Politik aus der Metropolregion eingeladen, um eine regionale Position zur Gestaltung einer Vorzugsvariante im Zuge des Beteiligungsverfahrens zur Neubaustrecke Rhein/Main – Rhein/Neckar sowie zur Optimierung der Knotenstudie Mannheim zu erarbeiten.

 

Wichtig ist es mir, dass Mannheim weiterhin als aktiver Umsteigeknoten funktioniert, jedoch auch alle nötigen Lärmschutzmaßnahmen getroffen werden. Ich erhoffe mir, dass die Bahn im Dialog mit allen Anrainern eine gute Lösung für die Metropolregion und unsere Stadt für die Neubaustrecke findet und bringe mich deshalb immer wieder gerne in den Gesprächen mit der Stadt, mit dem Land und der DB AG ein.

 

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