Informationstag Soziales: Das haupt- und ehrenamtliche Engagement in unserer Stadt ist beeidruckend

Ende Oktober habe ich einen sitzungsfreien Tag in den Herbstferien für Besuche und Gespräche zu sozialen Themen in Mannheim genutzt. Dabei ist mir wieder einmal aufgefallen, wie viele Mannheimer*innen in sozialen Bereichen engagiert sind, ob ehrenamtlich oder hauptberuflich- und wie viele Menschen auf diese Einrichtungen und Angebote angewiesen sind. Ein Tag geht schnell vorbei und ich konnte mich natürlich nur ein paar wenigen Themen widmen, jede einzelne Begegnung war sehr bereichernd und anspornend.

Vormittags durfte ich bei der Tafel in der Alphornstraße mithelfen. Hier arbeiten Haupt- und Ehrenamtliche des Deutschen Roten Kreuzes. Zuerst werden die von mehreren Fahrerteams bei Firmen in der Region eingesammelten Lebensmittel auf Mängel begutachtet und sortiert, danach startet der Verkauf. Die Lebensmittel werden günstig an bedürftige Menschen abgegeben. Ich bin beeindruckt vom Engagement, der Freundlichkeit und der großen Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter*innen und dankbar, dass ich mir einen ganz persönlichen Eindruck machen und dabei aktiv unterstützen durfte.

Weiter ging es mit einem Interview zum Thema Obdachlose in der Rhein-Neckar-Region mit Masterstudierenden der Universität Mannheim. Dazu sind mir viele interessante Fragen gestellt worden, die das Thema Obdachlosigkeit auch für mich wieder einmal in den Fokus gerückt haben. Besonders zu der jetzt anstehenden kalten Jahreszeit dürfen diese Menschen und ihre prekäre Situation nicht vergessen werden. Toll, dass sich Studierenden mit einem Thema auseinandersetzen, das leider zu oft in den Hintergrund gerät.

Außerdem hatte mich das Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim zu einem Gespräch eingeladen. Der Direktor des ZI Herr Prof. Dr. Meyer-Lindenberg und Frau Erk, kaufmännisch-administrativer Vorstand haben mir das Institut vorgestellt und mir einen Einblick in Ihre wichtige Arbeit gegeben. So konnte ich mir einen Eindruck über die aktuellen Themen und Anliegen, sowie die Weiterentwicklung der Klinik und Forschung im Sinne der Menschen mit psychischen Erkrankungen machen. Trotz wachsendem Verständnis werden Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen leider immer noch häufig stigmatisiert und ausgegrenzt. Besonders beeindruckt hat mich die Arbeit des Adoleszentenzentrum. Hier werden junge Menschen bis zum Alter von 24 Jahren von einem festen Behandlungsteam durch die wichtigen Lebensabschnitte Schule, Ausbildung, Partnerschaft und Selbständigkeit geführt. Durch die dauerhafte therapeutische Begleitung sollen Lücken in Schule und Ausbildung vermieden werden, die soziale Situation stabilisiert und insbesondere die Umbruchsituationen im Leben der jungen erwachsenen Patienten besser begleitet werden.

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