Integrationsmanager können starten – Land stellt Mittel zur Verfügung

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Mannheim, den 05. Januar 2018

 

 

Gute Nachrichten für alle Kommunen in Baden-Württemberg, die Integrationsmanager für die Sozialberatung von Geflüchteten einstellen möchten: Die Mannheimer Landtagsabgeordnete Elke Zimmer teilte mit, dass Sozialministerium und Kommunale Landesverbände sich nun auf eine Verteilung der vom Land zur Verfügung gestellten Mittel verständigt haben.

Rund 116 Millionen Euro stellt das Land den Kommunen während der zweijährigen Laufzeit des Paktes für Integration für das Integrationsmanagement zur Verfügung. Für Mannheim stehen nach der getroffenen Regelung 531.781 Euro bereit, die nun abgerufen werden müssen. Am der Berechnung zu Grunde liegenden Stichtag Mitte September vergangenen Jahres befanden sich 668 Menschen in der kommunalen Anschlussunterbringung der Stadt Mannheim. In kommunaler Anschlussunterbringung befinden sich geflüchtete Menschen, deren Verfahren erfolgreich abgeschlossen sind und die nach dem Königsteiner Schlüssel auf die Kommunen im Land verteilt werden.

„Mit den Integrationsmanagern gibt es endlich flächendeckend eine professionelle Betreuung und Begleitung für Geflüchtete mit abgeschlossenen Verfahren. Sie waren bislang meist auf sich alleine gestellt oder auf ehrenamtliche Hilfe angewiesen“, berichtet Elke Zimmer und betont weiterhin: „Dieses Konzept eines strukturierten Integrationsmanagements nach der vorläufigen Unterbringung ist bislang bundesweit einzigartig. Es soll die Anstrengungen, die bereits von vielen engagierten Helfer*innen vor Ort bei der Integration geflüchteter Menschen geleistet wird, ergänzen.“ Elke Zimmer veranstaltete im vergangenen Jahr gezielt für Ehrenamtliche aus der Hilfe für Geflüchtete eine Informationsfahrt in den Landtag von Baden-Württemberg, um über die Themen Integration und Hilfen für Geflüchtete noch besser ins Gespräch zu kommen. „Egal ob in den Erstaufnahmestellen oder bei der Integration der Menschen, die bei uns bleiben können, die Arbeit der Ehrenamtlichen ist großartig. Nun freue ich mich über weitere professionelle Unterstützung für Menschen, die hier Fuß fassen und Teil unserer Gesellschaft werden möchten“, so Elke Zimmer abschließend.

 

Hintergrundinformationen:

Zentrale Aufgabe von Integrationsmanagern ist die individuelle und niedrigschwellige Sozialberatung und -begleitung für Geflüchtete in der Anschlussunterbringung. Am Beginn jeder Beratung steht das Erstellen des Integrationsplans. In diesem werden die persönlichen Daten (z. B. Qualifikationen und Kompetenzen, Schulbildung und Berufsabschluss, individuelle Entwicklungen) und die zu erreichenden Ziele schriftlich fixiert. Dabei geht es unter anderem um Fragen des Spracherwerbs, der Arbeitsmarktintegration, der Anerkennung ausländischer Qualifikationen sowie um Wohnen, Schule und Bildung. Der Integrationsplan wird kontinuierlich fortgeschrieben. Mit Hilfe des Integrationsmanagements sollen Geflüchtete in die Lage versetzt werden, vorhandene Strukturen und Angebote selbständig nutzen zu können.

 

 

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