Jobtickets: Beitrag zur Luftreinhaltung

 

Jeden Tag durchqueren tausende Pendler*innen unsere Stadt. Mehr als 70% Prozent der Pendler*innen nutzen dafür das Auto. Das bedeutet morgens wie abends Stau in der Stadt und der ganzen Region, und damit verbunden einen Wahnsinnsstress für alle Beteiligten!

Erst Anfang 2018 wurde Mannheim vom Bundesumweltministerium als Modellstadt zur Luftreinhaltung auserkoren. Ebenfalls 2018 hat das Landesverkehrsministerium  Mannheim zusammen mit Heidelberg als Modellkommune ausgewählt, um zu überprüfen ob Instrumente zur nachhaltigen ÖPNV-Finanzierung Wirkungen zeigen. Unsere Stadt steht vor vielen Herausforderungen: sichere Schulwege, der Ausbau des Radwegenetzes, die weitere Attraktivierung des ÖPNV und der Anschluss  weiterer Wohngebiete an das ÖPNV-Netz. Alle diese Bemühungen folgen der Prämisse, mehr Mobilität mit weniger PKW-Verkehr zu organisieren.

Ein Lösungsbaustein ist das Jobticket! Inzwischen nutzen schon 40.000 Mitarbeiter*innen von Mannheimer Unternehmen ein Jobticket. Die Verwaltung der Stadt Mannheim trägt ebenfalls zu diesen positiven Zahlen bei, denn auch sie bietet ihren Beschäftigten ein Jobticket an. Auch für ganz kleine Unternehmen oder Freiberufler*innen besteht diese Möglichkeit beispielsweise durch Kooperationen mit anderen Unternehmen.

Die RNV hat zusammen mit der Stadt Mannheim und dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) erreicht, dass der Bund im Rahmen des Förderprojektes als Modellstadt den Job-Ticket-Grundbeitrag für Unternehmen für zwei Jahre finanziert. Diese Modellstadt-Förderung stellt allerdings die Bedingung, dass ein Betrieb sich mit dem Vertrag über drei Jahre bindet und die Jobtickets für seine Beschäftigten im dritten Jahr selbst bezuschusst.

Kommunale oder wirtschaftliche Akteure zeigen so Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeiter*innen und gegenüber der Umwelt. Auch das Land nimmt eine Vorbildfunktion ein: Baden-Württemberg ist das erste Bundesland, das flächendeckend ein bezuschusstes Jobticket für seine Mitarbeiter*innen eingeführt hat und bietet dieses seit dem 1. Januar 2016 den Beschäftigten der Landesverwaltung an. Im Herbst letzten Jahres haben wir auf Landesebene die Förderung des Jobtickets BW pro Monatsticket von 20,-€ auf 25,-€ aufgestockt.

In meiner Rede im Landtag zum Thema Behördliches Mobilitätsmanagement – Zwischenbilanz des Jobticket BW habe ich noch einmal unterstrichen, wie wichtig sowohl die finanziellen Investitionen des Landes als auch das Engagement unserer Wirtschaft sind, um ein gesundes und umweltfreundliches Mobilitätsmanagement durchzusetzen. Dazu zählen neben Job- und Firmen-Tickets auch die Förderung des Radfahrens, ein nachhaltiges Fuhrparkmanagement, eine sinnvolle und nachhaltige Parkraumbewirtschaftung, das Zurverfügungstellen von Mitfahrportalen und Plattformen für Fahrgemeinschaften, ein nachhaltiges Dienstreisenmanagement oder Telearbeit im Home-Office.

Wer in Mannheim arbeitet und bislang kein Jobticket nutzen kann beim jeweiligen Arbeitgeber auch einfach mal danach fragen und so auch für das Modell Jobticket werben.. Das ist eine Gelegenheit für Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende zu leisten. Die erfolgreiche Verkehrswende sorgt für mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, mehr Sicherheit, weniger Lärm, bessere Luftqualität, mehr Gesundheit und mehr Möglichkeiten eigenständiger Mobilität für Kinder und ältere Menschen. Kurz: für ein mehr Lebensqualität in allen Kommunen.

Damit beschäftigen wir uns auch bei der Veranstaltung „Mobilität für Menschen – emissionsfrei von heute nach morgen“ am 23. Februar in Stuttgart, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen. sind

 

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