Gesetzesänderung: Keine Toleranz für ausbeuterische Kinderarbeit

Rund 100.000 indische Kinder greifen morgens nicht zu Heft und Stift, sondern zu Hammer und Meißel. Sie arbeiten in Ziegeleien und Steinbrüchen – unter anderem damit billige Grabsteine auf deutschen Friedhöfen landen. Laut Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) werden weltweit mehr als eine Million Kinder in Bergwerken oder Steinbrüchen ausgebeutet.

Mit der am 27. Januar verabschiedeten Änderung des baden-württembergischen Bestattungsgesetztes ist es den Kommunen jetzt endlich möglich, rechtssichere Friedhofssatzungen zu erlassen, damit es auf unseren Friedhöfen zukünftig keine Grabsteine mehr aus ausbeuterischer Kinderarbeit gibt. Mit der Plattform siegelklarheit.de gibt es dazu eine rechtssichere und nachvollziehbare Grundlage zur Bewertung verschiedener Gütesiegel. Unsere Steinmetze erhalten damit eine wichtige Hilfe, die problemlos beim Einkauf von Steinen anwendbar ist. Im Sinne einer nachhaltigen Beschaffung geht es darum, dass wir alle Beteiligten dafür sensibilisieren, dass Menschenrechte und vor allem die Rechte der Kinder gewahrt werden müssen. Auch in Mannheim können wir jetzt endlich unsere Friedhofssatzung anpassen und auch hier unserer globalen Verantwortung gerecht werden.

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