Vesperkirche Mannheim: Nahrung für Leib und Seele

Wie in jedem Jahr habe ich auch 2021 wieder als Ehrenamtliche in der Vesperkirche Mannheim mit angepackt. In einer etwas anderen Vesperkirche als die Jahre zuvor, da die Hygienemaßnahmen einen neuen Rahmen vorgaben. Das zentrale Element der Vesperkirche gab es aber auch in diesem Jahr: Wärme, Essen, Zuwendung und Wertschätzung. Menschen zu helfen, die ohnehin schon am Rand der Gesellschaft stehen, das hat hier unter Pandemiebedingungen vorbildlich funktioniert. Fast 2/3 der Gäste haben ihr Essen dieses Jahr mitgenommen, sozusagen „to go“. In der Kirche selbst war Platz für 60 Gäste, die täglich in jeweils drei Schichten bewirtet wurden. Vor allem Menschen die wohnsitzlos oder schweren psychischen Belastungen ausgesetzt sind, nahmen im Kirchenraum Platz. Zuvor mussten sie sich registrieren lassen und es wurde eine Fiebermessung durchgeführt. In der Kirche selbst und beim Anstehen draußen herrschte Maskenpflicht. Erst wenn der zugewiesene Platz eingenommen wurde, durfte die Maske abgenommen werden. Es war längst nicht so viel Trubel im Kirchenraum, wo normalerweise bis zu 600 Personen täglich bewirtet werden. Aber sowohl ich als auch die vielen Gäste mit denen ich mich unterhalten habe, haben diesmal die Ruhe in der Kirche genossen, die nochmal mehr das persönliche Gespräch zugelassen hat. Auch in diesem Jahr möchte ich meinen Beitrag zur Vesperkirche wieder mit einem ganz herzlichen Dankeschön an alle engagierten Helfer*innen beenden, ohne die die Vesperkirche nicht denkbar wäre.

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