Wie bekämpfen wir Alltagsrassismus?

Auch in einer vielfältigen und bunten Gesellschaft begegnen uns im Alltag Vorurteile und Rassismus. Äußerliche Merkmale werden ohne Nachdenken mit bestimmten Zuschreibungen verbunden und Menschen in die Kategorien „Normal“ und „Anders“ eingeordnet. Gemeinsam mit Dr. Susanne Aschhoff habe ich zu diesem wichtigen Thema die Mannheimer Schulamtsdirektorin und Buchautorin Florence Brokowski-Shekete zu einem online-Talk eingeladen. Schnell kamen wir zu der Frage wo rassistische Begriffe auch in der Pädagogik auftauchen und Rassismus in unserer Gesellschaft begünstigen. Ein wichtiges Stichwort war dabei die Repräsentanz von Vielfalt in den Klassenzimmern und in Lehrerzimmern. Es braucht Vorbilder, damit auch Kinder und Jugendliche mit anderer Hautfarbe oder mit Migrationshintergrund den Weg beispielsweise in ein Lehramtsstudium finden.

Alltagsrassismus hat viele Gesichter und ist nicht immer leicht zu erkennen. Manchmal verbirgt er sich hinter freundlichen Zuschreibungen wie „Schwarze können so gut tanzen“. Aber auch solche Einordnungen werden von rassistischem Denkmuster bestimmt.  Dieser Alltagsrassismus der Tag für Tag erlebt wird, schwächt das Selbstwertgefühl der betroffenen Personen und es braucht Strukturen des Empowerments, um sich gegen Alltagsrassismus zur Wehr setzen zu können.

Natürlich wurde auch diskutiert welche ausgrenzenden oder benachteiligten Strukturen es in unserer Gesellschaft gibt und welche Barrieren dadurch entstehen bzw. welche Zugänge zur Gesellschaft dadurch blockiert werden.

Welch große Bedeutung das Thema hat, konnte man auch daran sehen erkennen, wie viele Zuschauer*innen sich in die online-Diskussion einbrachten. Herzlichen Dank an Florence Brokowski-Shekete für diesen offenen Austausch und spannende Gedankenanstöße, gerade auch für den Bildungsbereich.

Verwandte Artikel