Mehr Geld für Gedenkstätten – auch die KZ-Gedenkstätte Sandhofen profitiert von der Erhöhung im Landeshaushalt

Aschhoff und Zimmer (GRÜNE): „Die Gedenkstätten im Land erhalten ab nächstem Jahr mehr Geld. Dies ist das Ergebnis der überfraktionellen Beratungen der demokratischen Fraktionen im Landtag. Unsere Grüne Landtagsfraktion hat sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass das Land die Fördermittel für Erinnerungsstätten für 2023 und 2024 deutlich erhöht. Davon profitiert auch die KZ-Gedenkstätte Mannheim Sandhofen.“

Dr. Susanne Aschhoff begrüßt die Erhöhung: „Gedenkstätten als Bildungsorte zu erhalten und zu fördern, ist uns ein wichtiges Anliegen. Geschichte kann an historischen Orten mit besonderer Intensität vermittelt werden. Mit den erhöhten Mitteln wollen wir unsere Wertschätzung für den Erhalt dieser wertvollen und unverzichtbaren Lern- und Begegnungsorte ausdrücken und diese als Mahnung für unsere Gegenwart und Zukunft erhalten.“

Elke Zimmer ergänzt: „Gedenkstätten erinnern an die dunkelste Zeit unseres Landes. In einer Zeit, in der es immer weniger Menschen gibt, die als Zeitzeuginnen und Zeitzeugen berichten können, kommt der Gedenkstättenarbeit eine noch größere Bedeutung zu. Denn auch Orte können dabei helfen zu vermitteln, welch grausames Unrecht getan wurde und dazu beitragen, dass die Opfer des NS-Terrors niemals vergessen werden.“

Auch die wertvolle Arbeit in der KZ-Gedenkstätte Sandhofen profitiert von der Erhöhung der Landesmittel, erklären die beiden Mannheimer Abgeordneten: „Gedenkstätten sind Orte, an denen Erinnerungskultur wirkt. Wenn wir mehr über Geschichte Bescheid wissen, stärken wir damit unser Verständnis für unsere Demokratie und schaffen so ein historisches Bewusstsein, um Hass und Hetze entschieden entgegenzutreten. Die KZ-Gedenkstätte in Sandhofen wird mit viel Hingabe durch ehrenamtliche und hauptamtliche Helferinnen und Helfer betrieben. Sie halten die Gedenkorte lebendig und sorgen dafür, dass das kulturelle Gedächtnis von Erinnerungsstätten für eine friedliche Zukunft erhalten bleibt.“

Das Land erhöht die dauerhafte Förderung der mehr als 80 Gedenkstätten um insgesamt 182.000 Euro auf 500.000 Euro im Jahr.  Zusätzlich bekommen die Stätten einen Inflationsausgleich von 10 Prozent für Förderungen, um die massiven Kostensteigerungen auszugleichen. Eine gute Nachricht ist auch, dass erstmals drei neue Gedenkstättenverbünde ab nächstem Jahr erstmals dauerhaft eine Förderung erhalten – dazu zählen das DENKstättenkuratorium Oberschwaben, Gedenkstätten am südlichen Oberrhein und Gedenkstätten in Nordbaden. Der Finanzausschuss hat für die Entscheidung, die Mittel zu erhöhen, am Donnerstag den Weg im Stuttgarter Landtag freigemacht – formell bindend ist die Schlussabstimmung des Landtags zum Haushalt Ende Dezember.

Mannheim ist ZUKUNFTSSTARK: Fünf Institutionen werden gefördert

Mannheim ist ZUKUNFTSSTARK: Fünf Institutionen werden gefördert

Aschhoff & Zimmer (GRÜNE): „Mit dem Förderprogramm ZUKUNFTSSTARK werden gleich fünf Mannheimer Institutionen ausgezeichnet: Die Alte Feuerwache erhält 97.200,00 €, die Reiss-Engelhorn-Museen 80.219,86 €, das EinTanzHaus 22.000,00 €, der Pow e.V. – welcher ALTER betreibt – 10.800,00 € und zeitraumexit 10.147,00 € aus der Förderlinie. Damit unterstützt das Land die Mannheimer Einrichtungen dabei, zukunftsorientierte und zeitgemäße Kulturangebote zu entwickeln.“

Dr. Susanne Aschhoff, Abgeordnete im Mannheimer Norden, präzisiert: „Die Alte Feuerwache erhält die Förderung, um den Kulturbetrieb kollaborativ und agil für die Zukunft aufzustellen. Auch in der Kultur stehen große und wichtige Transformationsprozesse an, die durch gezielte Förderung und Unterstützung vom Land so begleitet werden können. Bei der Förderung von Pow e.V. profitieren auch die Anwohner*innen doppelt: Das Kulturprogramm von ALTER soll mit den Projektfördermitteln ein anwohner*innenfreundliches Sounddesign erhalten. Beide Kultureinrichtungen am Alten Messplatz sind extrem wertvoll für die Neckarstadt und ihre Bevölkerung und bieten darüber hinaus einen enormen kulturellen Mehrwert für die ganze Stadt.“

Elke Zimmer, Abgeordnete für den Mannheimer Süden, berichtet zu den weiteren vom Land geförderten Projekten: „Die Reiss-Engelhorn-Museen haben sich zum Ziel gesetzt, ein Konzept für einen inklusiven und multisensualen Ausstellungsbesuch zu entwickeln und umzusetzen. Dass hierdurch Barrieren abgebaut werden und kulturelle Teilhabe ermöglicht wird, freut mich ganz besonders. Das Eintanzhaus erhält eine Unterstützung für das Projekt „5+5“. Und auch bei zeitraumexit können Büro- und Digitalstrukturen nun mit den Projektmitteln verbessert und der Kulturbetrieb so fit für die Zukunft aufgestellt werden.“

Die beiden Abgeordneten ergänzen: „Mit insgesamt zwei Millionen Euro unterstützt das Land Kultureinrichtungen aller Sparten, zukunftsorientierte, zeitgemäße Kulturangebote zu entwickeln. Die Förderungen reichen von der E-Ladesäule für ein Theater, über barrierefreie Zugänge bis zur Mitfinanzierung von Konzepten, die Kultureinrichtungen ins digitale Zeitalter überführen sollen.“

Weitere Informationen: ZUKUNFTSSTARK ist Bestandteil des Impulsprogramms „Kultur nach Corona“, das aus insgesamt drei Bausteinen besteht. Informationen zu den Beratungs- und Weiterbildungsangeboten finden sich auf der Internetseite der MFG Baden-Württemberg.

Gemeinsame Zumeldung: Berufsfeuerwehr Mannheim erhält umfängliche Investitionspauschale aus Landesmitteln

Gemeinsame Zumeldung: Berufsfeuerwehr Mannheim erhält umfängliche Investitionspauschale aus Landesmitteln

Die Mannheimer Berufsfeuerwehr erhält Fördermittel in Höhe von 295.000 Euro. Insgesamt stellt das Land den Feuerwehren in Baden-Württemberg 70 Millionen Euro zur Verfügung. „Die Arbeit der Feuerwehren kann nicht oft genug gelobt werden, denn sie sorgen zuverlässig für unser aller Sicherheit. Die entsprechende Ausstattung bereitzustellen sowie unsere Mitarbeiter*innen durch Lehrgänge fortzubilden, ist im Interesse von uns allen“, bekräftigen die beiden GRÜNEN Abgeordneten Dr. Susanne Aschhoff und Elke Zimmer. „Gerade in unserer dicht besiedelten Stadt mit einer Vielzahl von Betrieben, die unter die Störfallverordnung fallen, ist es elementar wichtig , die Feuerwehr hochleistungsfähig zu halte.“, so die beiden Abgeordneten.

Mit den bereitgestellten Mitteln können die Regierungspräsidien und die Landratsämter, wie bereits in den Jahren 2020 und 2021, alle förderfähigen Zuwendungsanträge für die Feuerwehren im Land bewilligen. Zusammen mit der pauschalen Förderung der Gemeinden sind das alleine 54 Millionen Euro. Weitere rund 16 Millionen Euro fließen in weitere Maßnahmen im Feuerwehrbereich, wie zum Beispiel in den Betrieb und den Ausbau der Landesfeuerwehrschule, die Ölwehr Bodensee, die Feuerwehrunfallfürsorge, den Betrieb des Digitalfunks und die Förderung des Landesfeuerwehrverbandes, teilten Ministerpräsident Kretschmann und Innenminister Strobl bereits am Mittwoch, 22. Juni, in Stuttgart mit. Zudem plane die Landesregierung, die Ausbildungskapazität an der Landesfeuerwehrschule um 25 Prozent zu erweitern, damit ein bedarfsgerechtes Angebot an Lehrgangsplätzen den Feuerwehren des Landes zur Verfügung gestellt werden kann. Mit der Feuerwehrförderung und der Erweiterung der Landesfeuerwehrschule setzt die Landesregierung einen deutlichen Schwerpunkt bei den Feuerwehren als wichtigen Baustein der inneren Sicherheit. Verbunden mit der Bereitstellung der Mittel, betonte das zuständige Ministerium, sei die Anerkennung und Wertschätzung für die größtenteils Freiwilligen Feuerwehrangehörigen in Baden-Württemberg. Allen Feuerwehrfrauen und -männern gebühre der Dank der Landesregierung und der Bevölkerung.

Gemeinsame Zumeldung: Berufsfeuerwehr Mannheim erhält umfängliche Investitionspauschale aus Landesmitteln

Gemeinsame Zumeldung zur Aufnahme Mannheims in EU-Förderprogramm „100 climate-neutral cities by 2030“

Aschhoff und Zimmer (Grüne): „Auf dem Weg zur Klimaneutralität braucht es die Kommunen.“

Die beiden Mannheimer Landtagsabgeordneten Dr. Susanne Aschhoff und Elke Zimmer freuen sich über die Aufnahme der Stadt Mannheim in das EU-Programm „100 climate-neutral cities by 2030“ und sehen darin große Chancen: „Auf Ebene der EU, des Bundes und des Landes werden die Grundsteine für die Klimaneutralität gelegt, die Umsetzung findet vor Ort in den Kommunen statt. Dabei kommt Städten, wie Mannheim eine ganz besondere Bedeutung zu. Wenn wir es schaffen hier Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen, dann ist das im besten Sinne beispielgebend. Unter anderem mit dem Jugendticket und dem Förderprogramm zur kommunalen Wärmeplanung, zum Beispiel für neue Heizformen, leistet das Land seinen Teil zur Umsetzung. Klar ist aber, dass alle Bereiche ihren Beitrag leisten müssen: vom ökologischen Bauen über Grünflächen bis hin zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung müssen alle zusammenspielen, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2030 erreichen zu können.“

Hier finden Sie weitere Informationen zum Förderprogramm der Europäischen Union und den anderen ausgewählten Städten: https://ec.europa.eu/info/sites/default/files/research_and_innovation/funding/documents/ec_rtd_he-cities-mission-meet-the-cities-factsheet.pdf

Redebeitrag zur Kundgebung am 24. Februar 2022

Redebeitrag zur Kundgebung am 24. Februar 2022

Liebe Mannheimer*innen, liebe Freund*innen,

Dies ist ein furchtbarer Tag für die Ukraine und ein dunkler Tag für Europa.»  Diese Worte hat heute unser Bundeskanzler Olaf Scholz gewählt.

Und diese Worte drücken genau die Betroffenheit und Erschütterung aus, die wir alle spüren.

Weil mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine etwas begonnen hat, was die meisten von uns, die wir hier stehen, bislang nur aus dem Geschichtsunterricht und Berichten von Großeltern und Eltern  kannten:  AngriffsKrieg in Europa!

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es keinen Angriffskrieg mehr auf europäischem Boden.

Für Frieden, für die Freiheit und für die Demokratie setzen sich so viele Menschen tagtäglich ein. 

Denn dieser Frieden ist von solch unschätzbarem Wert und es ist schier unerträglich wie dieses hohe Gut beschädigt wird. Wie Völkerrecht gebrochen, die elementarsten Regeln der internationalen Gemeinschaft und Diplomatie mit Füßen getreten werden.

Und es macht uns fassungslos dabei zusehen zu müssen, wie Menschen ohne Anlass und absolut ohne eine vorausgehende Provokation angegriffen werden. Wir alle verurteilen Putins Aggressionen aufs schärfste. Und wir alle zeigen uns solidarisch mit den Menschen in der Ukraine, die jetzt um alles fürchten müsse.

Und unsere Solidarität darf keine Grenzen haben. Sie darf sich nicht in Kundgebungen erschöpfen. Sie bedeutet in der Konsequenz , dass wir Menschen, die durch diesen Krieg zu Geflüchteten werden hier bei uns in unserer Stadt aufnehmen.

Meine Gedanken gelten insbesondere den Schwächsten der Gesellschaft, den Kindern. Den dieser Krieg wird unvollstellbar großes menschliches Leid mit sich bringen – und dafür ist allein Russland verantwortlich.

Ich bin darum froh, dass unsere Reihen geschlossen sind. Das Vertreter*innen aller demokratischen Parteien heute hier stehen und damit zeigen: wir sind einig in unserer Solidarität.

Danke euch und Ihnen allen, dass wir gemeinsam heute dieses Zeichen setzen. Und ich spreche hier natürlich auch für meine Abgeordnetenkollegen, die heute leider nicht hier sein können. Unsere Bundestagsabgeordnete Melis Sekmen, die aktuell in Berlin ist und bittet mich  auch ihre Betroffenheit und Solidarität zum Ausdruck zu bringen.

Ich wünsche allen, die in den letzten Tagen und Wochen so sehr um Frieden bemüht waren, dass sie weiterhin nicht aufgeben werden und diesen Krieg rasch beenden können. Nie wieder Krieg. Das war unser Traum und das muss unser Traum bleiben, auch wenn er heute eine so schwere Zäsur erfahren hat.

Elke Zimmer

Schwarze Geschichte in Deutschland – Warum auch wir den #Blackhistorymonth begehen sollten

Schwarze Geschichte in Deutschland – Warum auch wir den #Blackhistorymonth begehen sollten

Elke Zimmer zum Black History Month: „Ausgehend von den USA und Kanada findet mittlerweile in zahlreichen Ländern im Februar der Black History Month statt. In diesem Zeitraum werden in vielen Städten Veranstaltungen, Lesungen und Aktionen veranstaltet, die sich mit Schwarzer Geschichte auseinandersetzen. Auch in Deutschland finden jährlich mehr Veranstaltungen zu Themen statt, die gerade hierzulande immer noch viel zu wenig beachtet werden, wie beispielsweise den Auswirkungen des deutschen Kolonialismus und der damit verbundenen Gräueltaten. Als Gemeinderätin in Mannheim habe ich mich dafür eingesetzt, dass beispielsweise auch unsere städtischen Museen und Archive ihrer historischen Verantwortung nachkommen. In diesem Zusammenhang begrüße ich auch den gemeinderätlichen Beschluss nun ein stadtweites Verfahren zur Umbenennung von vier Straßen im Mannheimer Stadtteil Rheinau Süd zu starten. Diese Straßen sind nach Kolonialisten benannt, die für den Tod und die Ausbeutung von Menschen in den deutschen Kolonien verantwortlich sind. Sie weiterhin zu ehren, wäre ein Schlag ins Gesicht all jener Menschen deren Vorfahren von diesen Taten betroffen waren. Selbstverständlich ist es wichtig, dass mit dem Prozess der Umbenennung auch eine Auseinandersetzung mit diesem Teil deutscher Geschichte einhergeht. Wir stehen in Deutschland erst am Anfang einer strukturellen Aufarbeitung kolonialer Geschichte. Der Black History Month gibt auch hierzu wichtige Anstöße.“

Gerne verweise ich auf interessante Links zum Thema:

https://www.schirn.de/magazin/antsy/2022/black_history_month_in_deutschland_das_fundament_der_freiheit/

https://www.zeit.de/zett/2022-02/schwarze-geschichte-deutschland-black-history-month

Sammelgut in städtischen Museen / Archiven aus kolonialen Kontexten | Grüne Fraktion Mannheim (gruene-fraktion-mannheim.de)

Aufarbeitung Straßennamen Kolonialherrschaft | Grüne Fraktion Mannheim (gruene-fraktion-mannheim.de)

Aufstellung von Plätzen, Straßen, Denkmälern, Auszeichnungen, Sammlungen usw. mit Bezug zur Kolonialgeschichte | Grüne Fraktion Mannheim (gruene-fraktion-mannheim.de)